Die Kinder von heute – wohin moderne Erziehung führt

Kinder erproben ihre Grenzen. Das war schon immer so und wird auch immer so bleiben.

Doch die Erziehung von heute, enthält Kindern diese Grenzen vor. Kinder müssen im Restaurant oder am heimischen Essenstisch nicht ständig herum zappeln. Sie müssen nicht unbedingt aus dem Lieblingsbecher trinken, wenn sie Durst haben.

Und sie müssen auch nicht unmittelbar und jederzeit alle Wünsche und Begehrlichkeiten sofort erfüllt bekommen. Kinder können viel mehr, als ihre Eltern und die Gesellschaft es ihnen heutzutage zutrauen. Es muss sich nur einer die Mühe machen ihnen zu erklären, was von ihnen verlangt wird. Die Kleinen müssen lernen, dass man nicht immer alles bekommen kann, was man möchte.

Sie müssen es akzeptieren und lernen, dass man in einem Restaurant nicht rennt und dass die Hose am Morgen nicht jeden Tag die Lieblingshose sein kann. Doch allein können sich Kinder keine Grenzen setzen. Dazu brauchen sie die Unterstützung und Vorgaben ihrer Eltern.

Das Trinkbecher-Phänomen

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Am Frühstückstisch schenkt die Mutter ihrem Kind Milch in einen Becher ein. Das Kind schreit, denn es möchte lieber seinen Lieblingsbecher oder heute doch lieber den roten. Die Mutter beeilt sich, den „richtigen“ Becher zu holen, füllt die Milch um und hofft, dass der Nachwuchs nun zufriedengestellt ist. Warum? Wenn das Kind einen Schreikrampf bekommt, nur weil es gerade im Moment nicht den gewünschten Trinkbecher kriegt, dann liegt die Verantwortung hier bei der Mutter, das Kind in dieser Haltung nicht zu unterstützen. Dem Schreikrampf kann eine Mutter auch entgehen, indem sie für kurze Zeit die Küche verlässt.

Schlechtes Benehmen ist nicht die Schuld der Kinder

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Warum sollten Kinder nicht im Haushalt helfen, wenn man sie darum bittet? Richtig, es gibt keinen Grund, dass sie es nicht tun. Genauso wenig müssen Kinder sich im Restaurant schlecht benehmen oder ständig durch die Gegend schreien. Auch wenn sich diese Einstellung heute weit verbreitet hat, Kinder sind eigentlich nicht so. Sie brauchen ihre Freiräume und sie müssen schreien, spielen und toben dürfen. Doch sie lernen gute Manieren und Werte wie Selbstkontrolle oder Großzügigkeit nicht von alleine oder erst im Erwachsenenalter. Eltern dürfen den Anspruch haben, dass ihre Kinder sich benehmen, Respekt vor Älteren zeigen und Pflichten wahrnehmen. Denn Kinder wachsen an diesen Aufgaben.