Handys und Kinder? Diese Dinge musst du wissen.

„Pokémon Go“ ist eine Art Schnitzeljagd für das Smartphone und gehört im Fachjargon zu den „Location-based Games“, bei denen also die genaue GPS-Position des Kindes eine wesentliche Rolle spielt. Pokémon Go ist eine kostenlose App, die zunächst mit viel Lob überschüttet wurde, aber so langsam mehren sich mahnende Stimmen, denn die Konzentration der kindlichen Sinne auf die virtuelle Welt des kleinen Displays hat bereits zu Unfällen, Todesfällen, Straftaten oder Raubüberfällen geführt.

Spielregeln

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Mit der App wird also die Realität um virtuelle Elemente ergänzt. Diese „erweiterte Realität“ wird im Englischen als „Augmented Reality“ bezeichnet. Auf diese Weise wird die reale Umwelt mit dem Smartphone sozusagen „abgescannt“, um immer mehr Pokémon aufzuspüren, die dann gesammelt und in Arenen trainiert werden können. In Wettbewerben müssen sie dann gegen andere Teams antreten. Beim Gehen (durch die Stadt) schaut der Spieler lediglich durch das stark eingrenzende Blickfeld der Kamera des Smartphones, um Monster zu finden, die es gar nicht gibt. Fußgänger, Fahrräder, Autos, Lastwagen und Straßenbahnen können dabei aber zur realen Gefahr werden.

Deutlich erhöhtes Unfallrisiko im Straßenverkehr

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Schon lange vor dieser Pokémon-App haben sich verschiedene Studien mit den erhöhten Unfallrisiken im Straßenverkehr durch den ständigen konzentrierten Blick auf das kleine Display, das bei Sonnenlicht wirklich die volle Konzentration abverlangt, eingehend beschäftigt. Im Ergebnis hat der Gesetzgeber beispielsweise das Telefonieren während des aktiven Autofahrens verboten.
Auch die zukünftigen statistischen Untersuchungen von Unfallursachen werden weitere Verbote dieser Art nach sich ziehen. Hierbei ist gut vorstellbar, dass auch das Starren des gehenden Fußgängers auf sein Smartphone bald mit empfindlichen Strafen belegt sein wird. Darin einzureihen sind dann auch derartige digital erweiterte Realitäten, die vom wahren Geschehen auf der Straße ablenken.